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leftGESCHICHTE - Ein Land verliert sein Gesicht
Ein Land verliert sein Gesicht

Von Gerd Kresse

„Die dumme Behauptung, Hitler sei gewissermaßen die Krone des Baumes der deutschen Geschichte gewesen und nicht nur ein dicker Ast neben anderen, hat die deutsche Öffentlichkeit dazu geführt, den ganzen Baum mitsamt den Wurzeln zu fällen“. Diese Äußerung des Publizisten Alfred Großer, eines Franzosen deutsch-jüdischer Herkunft, umschreibt wie keine andere, wie es um unser Land angesichts eines sich immer doktrinärer und unduldsamer gebärdenden Linkskartells bestellt ist.

Groteske Bilderstürmerei
Getreu den Maximen der berüchtigten Frankfurter Schule sind die bundesweit fest im Sattel sitzenden 68er und ihre Geistesverwandten nun dabei, letzte überkommene Traditionen und Wertvorstellungen zu diffamieren und aus dem öffentlichen Gedächtnis zu löschen. Dabei haben es ihnen besonders Denkmäler und Namensgebungen nach verdienten Gestalten der deutschen Geschichte angetan. In einer Art Vorreiterrolle mußte sich schon die Bundeswehr nahezu von allen Bindungen und Bezügen zur deutsch-preußischen Militärtradition bis weit in die Kaiserzeit lösen. Nun soll die Erinnerung an Paul von Hindenburg, den Retter Ostpreußens und letzten Reichspräsidenten, gelöscht werden. So hat bereits das Trierer Hindenburg-Gymnasium seinen Namen geändert, da er nicht zu einer „europäisch ausgerichteten Schule“ passe. Das diese – mit Verlaub dämliche- Begründung ausgerechnet aus dem Munde des örtlichen Fraktionsvorsitzenden der CDU kam, vermag nur noch politische Analphabeten zu überraschen, haben sich doch die Herren Christdemokraten ihrer letzten konservativen Programmatik weitgehend entledigt und längst in die Reihen der gutmenschlichen Einheitsfront eingereiht. Im Rahmen dieser grotesken Bilderstürmerei sind mittlerweile einige bundesdeutsche Städte dabei, Paul von Hindenburg auch von den Straßenschildern zu entfernen. Man entblödete sich darüber hinaus nicht, der Stadt Marburg zu empfehlen, das in der dortigen Elisabethkirche liegende Grab des Generalfeldmarschalls aus den touristischen Sehenswürdigkeiten zu streichen!

Deutsche Geschichte als Verbrecheralbum
Während in Mitteldeutschland unangefochten noch immer Hunderte von Straßen und Plätzen nach kommunistischen Funktionären und Agitatoren benannt sind, verfallen gleichzeitig Namen wie die der Afrikapioniere Carl Peters und Hermann von Wissmann, des Generals von Lettow-Vorbeck oder der Dichterinnen Ina Seidel und Agnes Miegel der Ächtung unserer politischen Moralapostel. Gleichzeitig wird das Marine-Ehrenmal in Laboe von Erinnerungen an die deutsche Reichs- und Kriegsmarine „gesäubert“, in eine internationale Gedenkstätte umfunktioniert und für Opernaufführungen mißbraucht. Immer mehr Denkmäler unserer Geschichte werden geschändet, schließlich entfernt oder nach einem bestimmten Schema umgewidmet. So auch bei dem schlichten Braunschweiger Kolonialdenkmal, daß mehrfach beschmiert, nach einer Diffamierungskampagne verhüllt und schließlich mit „erklärenden“ Hinweistafeln umgewidmet wurde. Dieses Beispiel zeigt neben vielen anderen, daß es unseren neudeutschen Bilderstürmern längst nicht mehr um die „dunkelste Zeit der deutschen Geschichte“ , sondern um die deutsche Geschichte schlechthin geht, die man in der Tat, um ein Wort des Altkanzlers Schmidt zu gebrauchen, zu einem Verbrecheralbum umgeschrieben hat. Heute sind es Agnes Miegel oder Paul von Hindenburg, morgen andere verdienstvolle Gestalten unserer Geschichte. Der Beliebigkeit sind keine Grenzen gesetzt. Die böse Saat der 68er ist vollinhaltlich aufgegangen und die daraus erwachsenen Früchte lassen ohne Prophetie ein Land erkennen, das zunehmend sein vertrautes Gesicht verliert und mit dem Namen Deutschland bald nichts mehr gemein hat.

Erstellungsdatum : 23/04/2008 @ 11:02
Letzte Änderung am : 23/04/2008 @ 15:32
Kategorie : GESCHICHTE
Seite gelesen 282 Männlich


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